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"Bei der ganzen Aktion hier geht es nicht nur darum, jüngeren Besuchern
weiterhin den Eintritt zu Rockbüro-Konzerten zu erhalten, geschweige denn
irgendwelche Schuldzuweisungen zu machen. Es geht darum, dass das was wir stolzerweise
als "Haltern Rockcity" bezeichenen,
sei es im Trigon, der Grünen Hölle oder beim Heimatfest, auch in
Zukunft bestehen bleibt. Und an dem Punkt muss sich jeder, egal welcher Altersklasse,
angesprochen fühlen,
um aktiv zu werden und nicht weiter an dem Ast zu sägen auf dem wir alle
sitzen..."
Matthias Etterich, Dressed for Success (20)

"Die Situation ist sehr ernst. Diejenigen, die für das Chaos verantwortlich
sind, sollten bedenken, dass sie ihre Altersgenossen gleich mit verweisen.
Und ob es richtig ist, dass man sich am Trigon trifft, nur um sich ins Koma
zu saufen und nicht um die Musik zu genießen...? Eins steht fest. In
Zukunft kann es nicht so weitergehen, denn das Rockbüro besteht nicht
nur aus den Bands, sondern auch aus den Fans."
Nils Kottmann, Dressed for Success (20)

"Rockbüro heißt....
...mit deinen Freunden einen coolen Konzertabend
verbringen
...die in Haltern
einzigartig gute Musikszene unterstützen
...sich, ob
jung oder alt, als große Gemeinschaft fühlen zu können
...ein
als Träger freier Jugendhilfe anerkannter Verein, der Dir und
mir sehr am Herzen liegt und uns noch so einige unvergessliche Abende bescheren
wird, sofern wir zusammen versuchen, auf unser Anliegen aufmerksam zu machen
und das Problem zu lösen!"
Niklas Berse (21), Jochen Pröbsting (21),
Timo Endejan (20), Cumbersome

"Das Problem liegt sicher auch darin begründet, dass sich viele junge Konzertbesucher
der Konsequenzen ihres Verhaltens einfach nicht bewusst sind. Als Bands im
Rockbüro liegt uns etwas an den Konzerten, schon seit wir selber als 14-jährige
im Publikum standen. Die jungen Zuschauer von heute sind sicherlich zum Teil
die Bandmitglieder von morgen. Daher sollten wir frühzeitig in die Offensive
gehen, damit sich die Besucher nicht selbst der Chance berauben,
an die Musik und das Rockbüro herangeführt zu werden."
Patrick Scheipers, Helter Skelter (23)

"Ich muss es ja schon zugeben, seit Einführung des Dosenpfandes erscheint es spannender, es für 8 Cent richtig krachen zu lassen, als dass es für 25 Cent nur scheppert. Was ich auch zugeben muss, ist, dass ich solche Leute nie verstanden habe.
Das was ich von den letzten Konzerten gehört habe, erinnert mich an Hooligans beim Fußball. Da geht man vor dem Spiel trinken, offensichtlich auch zuviel für Körpergröße, Alter und das gute Benehmen, und geht dann ins Stadion um den großen Otto loszumachen. Das Spiel interessiert einen nicht. Jetzt kommt die Frage auf, müssen sich das Leute gefallen lassen, die wegen des Spiels da sind? Für mich steht fest, sie müssen es sich nicht gefallen lassen. Im Gegenzug müssen sich die jenigen, die sich unangemessen betrinken und eine gute Sache in Gefahr bringen künftig gefallen lassen, dass sie für ihr ureigenstes Verhalten in die Bütt genommen werden. Da wird man gezielt auf diese Leute zugehen.
Und es ist doch auch unser aller Problem, also dulden wir es nicht, dass eine kleine Gruppe uns alles kaputt macht. Es ist unser Problem wenn es rund ums Trigon bei Konzerten nicht läuft. Passt einfach in Zukunft gegenseitig auf euch auf, damit wir auch weiterhin alle als Zuschauer bei Konzerten begrüßen können.
Du bist
nicht der flaschenwerfende Betrunkene. Du bist nicht der Jugendliche den Oma
meint wenn sie sagt: "Die Jugend von heute... Es ist alles schlimmer geworden." Du
bist nicht der Konzerthooligan. Du bist Rockbüro."
Maik Frerichmann, Helter Skelter (23)

"Ich persönlich finde, dass der Begriff Popkultur in Deutschland
einen viel zu geringen Stellenwert hat. In der Popkultur sollte es nicht nur
um das Verbreiten von jugendlichem Denken gehen, sondern vor allem um Gemeinschaft.
Das Wort Gemeinschaft hat wiederum in einer Kleinstadt wie Haltern einen viel
größeren Stellenwert. Hier verbreiten sich Gerüchte und Geschichten
in Höchstgeschwindigkeit. Und gerade deshalb ist es wichtig, durch verantwortungsvolles
gemeinschaftliches Handeln und Denken erst gar keine Gerüchte aufkommen
zu lassen. Und wenn sich dann ein junger Mensch in die Kunst verliebt, so dass
er oder sie gar nicht mehr anders kann, als diese selbst auszuüben, werden
wir zur Hochkultur. Also macht Euch dieses Gut bitte nicht selbst kaputt!"
Hagen Siems, Helter Skelter (24)